Abschlussfahrt nach Prag vom 22.05-25.05.2017

 

Am 22.05.2017 war es endlich soweit! Drei 12. Klassen und zwei Lehrkräfte stellten sich einem Abenteuer der besonderen Art, einer Abschlussfahrt in die Metropole des ehemaligen Ostblocks, in die „Goldene Stadt“ Prag.

Und abenteuerlich begann es schon, bevor unser Busfahrer den Dieselmotor überhaupt anwarf: Eine Schülerin meldete sich in letzter Minute krank und ein Schüler wollte als „blinder Passagier“ mit, sprich ohne Ausweis.

Eigentlich hätte man den Ausweis noch zeitnah beschaffen können, aber wir kennen ja die Kreativität und Flexibilität einiger Schüler und so endete die Reise für diesen Eleven, bevor sie richtig begonnen hatte, nämlich auf dem Halberstädter Busbahnhof… Wer lesen kann, ist nun mal klar im Vorteil!? Somit reduzierte sich die Anzahl der Protagonisten dann letztendlich auf 35.

Nach einer unterhaltsamen und auch kurzweiligen Fahrt (An dieser Stelle möchten wir unseren Busfahrer Andreas noch mal ausdrücklich lobend erwähnen!) kamen wir an unserem wirklich schönen Prague Centre Plaza Hotel an und begaben uns das erste Mal in Lebensgefahr, als wir aus dem Bus ausstiegen, um im Hotel einzuchecken. Rücksicht ist nicht wirklich eine nennenswerte Eigenschaft der Prager Autofahrer…

Nach dem Einchecken war Akklimatisierung angesagt, was durchaus unterschiedlich interpretiert wurde. Die Spanne reichte von einer 90-minütigen Wellnessmassage bis zu einer Verkostung der landesüblichen flüssigen Spezialitäten, was aber letztendlich aufs Gleiche rauskam: Urlaubsstimmung pur!

Abends ging es dann gemeinsam in eine Brauerei namens U Medvidku. Dort fand das Abendessen statt und man hätte sich auch die Herstellung des Bieres anschauen können. Allerdings stand die Verkostung im Vordergrund und für einige Schüler waren die eigentlich reichlichen Portionen immer noch nicht sättigend genug, unglaublich, aber wahr…

Am späten Abend trennten sich die Wege, unterschiedliche Gruppen erkundeten auf ihre Art und Weise die Lokalitäten bei hervorragendem Wetter, was für wirklich gute Laune sorgte.

Am nächsten Tag stand eine Stadtführung auf dem Plan, zwei Gruppen waren mit zwei orts- und geschichtskundigen Damen unterwegs. Problematisch war nur, dass diese mit uns relativ früh los wollten (9.00 Uhr!!!) und einige noch der „Pilsner Jetlag“ plagte. Das Wetter tat ein Übriges und so endeten die durchaus interessanten Stadtführungen zu unterschiedlichen Zeiten, was aber auch der „mitreißenden“ Art der einen Dame geschuldet war. Aber darüber decken wir den Mantel des Schweigens und erinnern uns lieber an ein traumhaftes Cafe an der Moldau… Auch der Rückweg zum Hotel war sehr humoristisch geprägt, da es sich zwei Schüler nicht nehmen ließen, in einem durchsichtigen Zylinder „Gehversuche“ auf der Moldau zu machen. Darüber gibt es ein Video und ist mit Geld nicht zu bezahlen, für alles andere gibt es eine EC-Karte von der Sparkasse, die aber bei einem Schüler in Prag nicht funktionierte, was seinen finanziellen Spielraum doch erheblich einschränkte… Aber auch das war kein Problem und trübte die tolle Stimmung absolut nicht! Auf dem Rückweg ins Hotel wurden noch diverse Stopps eingelegt, unter anderem in Parkanlagen, die man aber nicht abseits der üblichen Wege begehen sollte, da dort viele unterschiedliche „Stolperfallen“ auf den Prag-Abenteurer warten und die hätten auch einen Actionhelden a la Vin Diesel zur Verzweiflung getrieben.

Das bildet auch die Überleitung zum nächsten Tag, der zu einer moderaten Zeit mit einer Moldauschifffahrt brillierte. In diesem Zusammenhang erklärte uns die sehr ambitionierte Stadtführerin, welche Filme (bis 2009) in Prag gedreht wurden. Damit schließt sich der Kreis zu Vin Diesel, denn „XXX“ wurde u.a. in Prag gedreht und wer den Film kennt, erinnert sich auch an den Auftritt von „Rammstein“ in einer Prager Lokalität mit ihrem Wahnsinnslied: „Feuer frei“!? Hätte auch ein Motto unserer Fahrt sein können, allerdings ohne negative Nebeneffekte…

Und das muss man an dieser Stelle wirklich betonen, alles verlief wirklich sehr entspannt und glich einem Urlaub, bis auf die Wanderung hinauf zum Hradschin, zu dem uns Frau Scholz noch auf unterschiedliche Art und Weise motivierte… Nein, das war natürlich nur spaßig gemeint, manche Schüler konnten nur nicht die Folgen ihres anfänglichen Enthusiasmus absehen und wollten dann aber keine Schwäche zeigen, Vin Diesel lässt grüßen!?

Entsprechend groß war die „Katerstimmung“ bei der Rückfahrt am Donnerstag, viele wollten noch gar nicht zurück, empfanden die Zeit als zu kurz!

Und noch etwas sollte erwähnt  werden: Es gab keinerlei Probleme mit dem Hotel, das Frühstück und die Zimmer waren in Ordnung, die Kaution bekamen wir vollständig zurück, was auch zeigt, wie sich Jugendliche verhalten können, wenn sie es nur wollen..

Dafür bedanken sich Frau Scholz und ich ganz offiziell  bei den Teilnehmern dieser Fahrt!

 

Jens Domke


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