(weitere Bilder zu den Berichten folgen)

Grenzdenkmale Hötensleben und Marienborn

Am 27.09.2017 besuchten die Fachoberschüler der FOV 16 und der FOS 16b die ehemaligen Grenzübergänge in Hötensleben und Marienborn.

Wir starteten unsere Tour morgens vor der Schule, sodass wir gegen halb neun Hötensleben erreichten. Dort angekommen erklärte uns ein ortskundiger Mann die Situation, die an den Grenzen in der DDR herrschte. Er berichtete uns über Aussiedellungen von Anwohnern Hötenslebens, von den Wachleuten auf Ihren Türmen, die bewachen sollten, dass niemand versucht in den Westen zu flüchten und vor allem welche Angst die Menschen nahe den Grenzen hatten. Viele Menschen der DDR fürchteten von den Polizisten verhaftet zu werden, wenn sie versuchen etwas zu sagen.

Nähere Informationen zu den ganzen Verhältnissen der DDR erhielten wir dann in Marienborn. Wir erreichten halb 11 Uhr den ehemaligen Grenzübergang, teilten uns in zwei Gruppen und wurden von Mitarbeitern, die die Grenzanlage mit instand halten, schon erwartet.

Der Mann, der meiner Klasse, der FOV16, den Grenzübergang veranschaulichte, führte uns beispielsweise auf den Wach- und Beobachtungsturm, von dem man den ganzen Platz im Blick und alle Einstellung für Licht und weiteres unter Kontrolle hatte. Er führte uns außerdem bis hin zu der Zollstelle, der Passkontrolle und zu einem Kontrollposten, der die Aufgabe hatte, die Gesichtszüge der Autoinsassen noch einmal ganz genau zu überprüfen.

Auf dem Gelände befand sich zusätzlich eine Werkstatt, in der die Autos teilweise auseinander genommen wurden, da die DDR Angst hatte, dass sich Personen in den Sitzen der Autos verstecken und dass diesen somit die Flucht in den Westen gelang.

Bevor wir am Nachmittag abgefahren sind, besuchten wir noch die Ausstellung des Grenzübergangs, in der Uniformen der Angestellten der DDR lagen, Waffen die genutzt wurden oder ein Motorrad, wie es an der Grenze auftauchte.

Wir fanden den Tag alles in allem sehr gelungen und empfehlen jedem sich den Grenzübergang Marienborn auch einmal anzusehen.

Wir, die Klassen FOV16 und FOS16b, möchten uns bei unserer sehr netten Busfahrerin, den begleitenden Lehrern, sowie den Zeitzeugen, die uns alles erklärt haben, sowie bei dem Land Sachsen-Anhalt, welches diesen Ausflug ermöglicht hat, bedanken.

Michelle Schröder, FOV16

 

Zeitreise zur innerdeutschen Grenze

Am 27. September  2017 machten wir – die Klassen FOV 16 und FOS 16b - uns auf den Weg nach Hötensleben. Dort konnten wir uns den originalen Aufbau der Mauer ansehen. Der Gästeführer erklärte uns diesen genauer. Er erzählte uns auch viele Geschichten, die sich dort ereigneten. Diese waren über die Zwangsumsiedlungen mancher Bürger, eine Flucht und den Ablauf, wenn man Besuch aus dem Westen anmeldete.

Danach ging es weiter nach Marienborn zur größten Grenzübergangsstelle. Dort wurden 70 % des Grenzverkehrs abgewickelt. Er diente dem Transitverkehr zwischen Westdeutschland und Berlin sowie dem Reiseverkehr in die DDR, nach Polen und die Tschechoslowakei.

Unser Besucherführer Herr Müller zeigte uns die verschiedenen Stationen des Grenzübergangs. Die erste Station war die Passkontrolle. Hier wurde uns der Ablauf beschrieben:

Der Pass wurde am Passhäuschen abgegeben und über ein Förderband in eine Baracke transportiert. Dort wurde er geprüft und gestempelt, bis er an einem Glaskasten neben der Baracke wieder zurückgegeben wurde.

Dann ging es weiter zur Zollkontrolle. Wir schauten uns eine Garage an, in der Autos von unten nach Schmuggelware abgesucht werden konnten. Außerdem konnte man einen Raum ansehen, der zur Leibesvisitation genutzt wurde.

Der Gästeführer zeigte uns auch den Kontrollturm. Von dort aus wurde alles gesteuert – Lichtsignale, Strom, Licht und Rollschranke sind nur einige Beispiele.

Im ehemaligen Stabsgebäude befinden sich heute die Besucherinformation, die Verwaltung und eine Dauerausstellung.

Alles in allem war es ein sehr interessanter Tag mit vielen neuen Erkenntnissen.

Laura Boht, FOV 16

Der Ort, an dem

Deutschland und Europa

geteilt wurden

Am Mittwoch, den 27.09.2017, fuhren die Schüler der Klassen FOV 16 und FOS 16b an den größten Grenzübergang der DDR zur alten Bundesrepublik. Von der Schule in Böhnshausen ging es pünktlich halb 8 mit dem Bus los. Etwa eine halbe Stunde später wurde in Hötensleben eine Pause gemacht, in der man gleich die dort stehende Grenzbefestigung besichtigen konnte. Währenddessen haben uns Reiseführer den Ort vorgestellt und interessante Geschichten zur dortigen Mauer erzählt.

Nach anderthalb Stunden ging es mit dem Bus nach Marienborn weiter, wieder etwa eine halbe Stunde Fahrtzeit. Gleich bei der Ankunft ging es über das riesige Gelände des Grenzüberganges. Jede Klasse hatte einen eigenen Rundgang mit Führer. Marienborn faszinierte vor allem mit seinen 14 Leuchttürmen und riesigen Dächern. In den Räumen drinnen bekam man einen Einblick darüber, wie die DDR einst versuchte, unerwünschte Bürger einzuschüchtern, zu bespitzeln und Kontrolle auszuüben. Das Ausmaß an Kontrollmethoden (seien sie harmlos oder grob) kann man sich nicht einfach vorstellen. Im Durchschnitt dauerten die Kontrollen 20 Minuten. Die Anlage diente nicht dazu das „unerwünschte“ REINKOMMEN (wie bei den Limes, oder die amerikanisch-mexikanische Grenze, oder israelisch-palästinensische Grenze), sondern dass die Menschen RAUSFLÜCHTEN zu verhindern.

Noch vor der Gründung der DDR diente Marienborn als Grenzübergang von der sowjetischen in die westlichen Besatzungszonen. Über 1000 Menschen arbeiteten am Grenzübergang. 45 Jahre lang (1945 – 1990) war Marienborn der größte Kontrollübergang der DDR und UDSSR .Was einst ein Symbol für staatliche Kontrolle und Einschüchterung war, ist heute ein Denkmal der deutschen und europäischen Geschichte. Gegen 14 Uhr war der Rundgang beendet und der Bus machte sich pünktlich auf den Rückweg nach Böhnshausen.

Hannes Hamann, FOV 16